Pan-Pizza mit Cheezy Crust

Pan-Pizza mit Cheezy Crust

Am Donnerstag nach der Arbeit bin ich nach Hause, die Sonne lachte vom Himmel; es war noch einmal so richtig schönes Wetter während sich mal wieder pünktlich zum Wochenende der Regen ankündigt… Ärgerlich, das müssen wir doch heute nochmal nutzen…Also nachgeschaut: Was haben wir denn noch so im Kühlschrank? Oha… eine halbe Paprika. Dann können wir ja Pizza machen… 🙂 Das passt doch optimal… schnell Teig machen, gehen lassen, auf den Grill und gut ist.

Aber vielleicht doch mal in leicht abgewandelter Form… ohne den sonst verwendeten Pizzastein? Gerne erinnere ich mich an meine Zeit als Jugendlicher, als die Pizza-Hut-Filialen noch weiter gestreut waren… jedesmal bevor es ins Cinedom in Köln ging, hieß es vorher ab zu Pizza Hut… da gab’s diese herrliche Pan-Pizza aus der Gusseisen-Pfanne, mit richtig schön fluffigem Teig und wahlweise sogar Käse im Rand? Genau so ein Käse-Teig-Monster wollen wir uns heute mal selber zusammenschrauben… weil ich halt noch ne halbe Paprika hab und meine Gusseisen-Pfannen so liebe…

„Was haben wir denn noch so im Kühlschrank? Oha… eine halbe Paprika. Dann können wir ja Pizza machen…“


Also ab in den Supermarkt (nicht meines Vertrauens, aber meiner Fußnähe) und fix geschaut, was wir noch dazu holen… Champignons gehen eigentlich immer, etwas Salami und ein schöner Bergkäse. Das soll reichen. Tomatensauce gibt es heute mal fertig, wir haben ja schon spät und es soll fix gehen. Für eine Pan-Pizza habe ich folgendes verwendet:

Schwierigkeit: Einfach
Ihr benötigt:

  • 200g Mehl (idealerweise ein backstarkes (Typ 550)
  • Ein Päckchen Trocken-Hefe
  • 150ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • Ein Schuss Olivenöl
  • Tomatensauce
  • Paprika, Champignons und Salami
  • Ein Päckchen Bergkäse

Ihr seht schon anhand der Zutaten, ich war etwas faul gestern, aber das Rezept ist dann eher was für ein schnelles Ergebnis. Fertig-Teig geht allerdings nicht, da kann man schon schnell nen frischen machen. Meine persönliche Meinung hierzu: Es gibt zig Blog-Einträge, wie man den perfekten Pizza-Teig macht, das reicht von Nuancen in der Würze, Verwendung von trockener oder frischer Hefe, dem Gehen lassen über Nacht im Kühlschrank bis hin zu vielen einzelnen Details, aber ob der Aufwand dann am Ende das Ergebnis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden. Eine Wahrheit ist allerdings: Ein frischer und selbstgemachte Pizza-Teig ist um Längen besser als jeder industriell gefertigte und im Supermarkt angepriesene Teig.

Der Pizza-Teig

Pizzateig Zutaten
Ein guter Pizzateig braucht meines Erachtens nicht viel: Er besteht aus Weizen, Wasser, etwas Öl, einer Prise Salz und natürlich Hefe.

Ein guter Pizza-Teig braucht meines Erachtens nicht viele Dinge; im Wesentlichen besteht dieser aus Mehl, Wasser, einer Prise Salz, etwas Öl und natürlich Hefe. Ich behaupte mal, wenn man frische Hefe nimmt, wird der Teig nochmal ein wenig besser. Ich habe – quick & dirty – Trockenhefe verwendet. Die wird in einer Schüssel mit dem Mehl gut vermengt, dann gebt ihr das Wasser hinzu und verknetet alles. Für faule Menschen wie mich hat der liebe Gott übrigens Knetmaschinen erfunden. Während des Knetens noch das Mehl und einen Schuss Öl hinzugeben, letzteres macht den Teig schön geschmeidig.

„Jetzt gönnt dem Teig mindestens ein Stündchen Ruhe an einem warmen Ort und ihr werdet sehen: Da geht was!“

Ich will euch aber an dieser Stelle auch nicht vorenthalten, wie man das Ganze mit frischer Hefe macht. In dem Fall mache ich normalerweise einen Vorteig. Gebt dazu ein Drittel des Mehls in eine Rührschüssel, formt eine Mulde, gebt dort das lauwarme Wasser (ca 40°, sowie es im Regelfall als Warmwasser aus der Leitung kommt reicht) hinein und bröckelt die Hefe in das Wasser. Dann die Hefebakterien für fünf Minuten im lauwarmen Wasser arbeiten lassen und im Anschluss das Hefe-Wasser mit dem Mehl vermengen. Dann unter stetem Kneten den Rest des Mehls, das Salz und das Öl hinzugeben.

Aufgegangener Teig
Eine Stunde später. Da geht was, beim Teig.

Der fertig geknetete Teig sollte sich einfach vom Schüsselrand lösen lassen und auch nicht mehr kleben. Sollte er all zu sehr kleben, gebt noch etwas Mehl hinzu und knetet noch etwas weiter. Ist der Teig aber nach eurer Zufriedenheit, deckt die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch ab. Jetzt gönnt dem Teig mindestens ein Stündchen Ruhe an einem warmen Ort und ihr werdet sehen: Da geht was! Jetzt ist genügend Zeit die Toppings für die Pizza zu schnibbeln, den Grill heiß zu machen (Kamin ordentlich füllen, wir wollen zumindest auf einer Seite gut Hitze) und ein kühles Bier zu genießen.

Cheezy Crust

Käsering
Am Rand der in der Pfanne ausgelegten Pizza legen wir einen Ring aus Käse. Mmh… ein Ring aus Käse … gibt es etwas besseres?

Nachdem der Teig schön aufgegangen, müssen wir diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem kreisrunden Teigling formen. Ich arbeite mich dazu einfach immer mit den Handballen von innen nach außen und habe so irgendwann eine schöne, in etwa kreisförmige Teigplatte. Der Teig sollte ein ganzes Stückchen größer sein als die eigentliche Gußeisenpfanne, die wir später verwenden möchte, denn aus Gründen der Vernunft wollen wir ja noch unendlich viel Käse in den Rand drücken, wir backen quasi die Cheezy Crust des Holzkohlegrills. Zu diesem Zwecke schneide ich mir von meinem schönen Bergkäse mehrere dünne flache Streifen.

Wir legen den Teigling also in unser Pfännchen, der Teig lappt dabei über die Ränder hinaus. Die Pfanne könnt ihr vorher noch etwas einölen, ich hab kein Öl verwendet und die Pizza nach dem Backen problemlos aus der Pfanne bekommen. An die Ränder legen wir dann einen Ring aus Käse…Mmh.. Ein Ring aus Käse… gibt es etwas Besseres?? Ist unser Ring fertig, klappen wir die Ränder in die Pfanne über den Käsering und schauen, dass wir einen ordentlichen Rand haben. Der Rand wird später das Hightlight unserer Pizza, im heißen Grill geht der nachher ganz wunderbar auf und wird herrlich fluffig; dazu noch der zerlaufene Käse … herrlich!

Die Pizza fertig backen

Spätestens nach dem zweiten Bier sollte der Grill jetzt ordentlich Temperatur haben. Die Pfanne kommt jetzt 4-5 Minuten in den indirekten Bereich des Grills und wir backen den Teig etwas vor. Am besten auf dem Grilltisch nen Topfuntersetzer platzieren, dann können wir die Pfanne immer zügig aus dem Grill nehmen und absetzen, ohne Temperatur in der Kugel zu verlieren. Nach den ersten fünf Minuten des Vorbackens geben wir nun die Tomatensoße auf die Pizza… ich war da bei meiner sehr großzügig, war ggf etwas zu viel. Die Pizza ist in der Pfanne höher als eine klassische Holzofenpizza, daher mit Bedacht die Soße portionieren.

„Mmh.. Ein Ring aus Käse… gibt es etwas besseres??“

Fertige Pan Pizza
Fertig ist sie, unsere leckere Pan-Pizza mit Cheezy Crust

Auf die Soße die restlichen Zutaten nach Belieben verteilen und den Käse drüber geben. Dann wieder in den Grill mit der Pizza. Zur Salami noch ein Tipp. Ich gebe diese immer erst ganz zum Schluss, 2-3 Minuten vor Ende der Backzeit auf die Pizza. Salami ist sehr fetthaltig, wenn diese die ganze Zeit mitbackt sammelt sich das ganze Fett und schwimmt nachher oben in den Salami-Scheiben und sie kann im ungünstigen Fall auch anbrennen. Und wir wollen unsere Pizza doch nicht durch solche Kleinigkeiten ins Unglück stürzen. Da mein Garten stets für etwas frischen Basilikum gut ist, kommt dieser mit dem Servieren auch noch auf die Pizza.

Das amtliche Endergebnis: Super lockerer Teig, sehr schön aufgegangen. Mit der einen kleinen Pizza aus meiner 26cm-Pfanne habe ich übrigens mich und meine Frau satt bekommen, im Zweifelsfall wäre sogar für Sohnemann noch ein kleines Stück übrig geblieben, hätte dieser nicht schon den Schlaf der Gerechten geschlafen. Die Pizza ist zwar vom Durchmesser her was kleiner, aber durch die Höhe hat man doch einiges an Teig, Tomatensoße und Zutaten. Der Käse im Rand tut sein Übriges…

Knusprige Pan-Pizza
Ein herrliches Stück belegter Teig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.