Test: Deli Refom Grillmarinaden

Test: Deli Refom Grillmarinaden

Eines schönen Tages fragte die Pressestelle der Firma DeliReform per Mail bei mir an, ob ich nicht Lust hätte, ihre Grillmarinaden einmal einem kritischen, offenen und ehrlichen Test zu unterziehen. Gerne, natürlich gerade unter dem Gesichtspunkt offen und ehrlich – erklärte ich mich dazu bereit.

Nur kurze Zeit später trudelte dann auch ein Paket der Walter Rau Lebensmittelwerke bei mir ein. Was die Marinaden so können, erfahrt ihr hier.

Im Inneren des Pakets: Eine geschmackvolle, edle, schwarze Box mit den drei Grillmarinaden.

Sicherlich kennt ihr die Firma DeliReform eher durch ihre Margarine.

In jedem Fall hat man sich wohl entschieden nun ebenfalls auf das Erfolgskonzept Grillen aufzuspringen und für den ambitionierten Glutsportler ein paar hochwertige Grillmarinaden zu kreieren. Die Marinaden gibt es in den drei Geschmacksrichtungen Kräuter, Curry sowie Barbecue.

Die Marinaden kommen in relativ schlichten 250ml-Plastikflasche und gemäß der eben genannten Geschmacksrichtungen in den Ampelfarben grün, gelb und rot Die Flaschen sind oben mit einem Plastik-Ring versiegelt, mit dem Inhalt einer Flasche lassen sich laut Hersteller ca 2kg an Grillgut marinieren. Für den kleinen Happen zwischen durch sollte das also erst mal genügen.

Sehr gut: Die Flaschen lassen sich wieder ordentlich verschließen und die Marinade hält sich im Kühlschrank doch sehr lange.

Die Marinaden passen laut Packungsaufdruck zu allen gängigen Fleischsorten, die Curry-Sauce wird zusätzlich besonders zum Marinieren von Geflügel empfohlen.

DeliReform wirbt unter anderem mit der Tatsache, dass es sich hier um ein rein pflanzliches Produkt ohne Zusatzstoffe handelt. Ein erster Blick auf die Inhaltsstoffe bestätigt dies.

Auftragen und polieren

Grillmarinaden von DeliReform
Drei Grillmarinaden bringt die Firma DeliReform für diesen Sommer auf den Markt.

Oder so ähnlich…

Mein Test-Setup: Drei Schweinenackensteaks vom Bosporus-Schwein.

Nach dem Öffnen der Marinaden (gut schütteln nicht vergessen, da sonst zunäcchst recht viel Öl rauskommt) machte ich zunächst mal einen kleinen Geruchstest.

  • Die Kräutermarinade riecht unheimlich intensiv und tatsächlich in der Hauptduftnote nach einer schönen Kräutermischung.
  • Die Curry-Sauce hat ebenfalls eine angenehme Durftnote.
  • Die Barbecue-Sauce hingegen roch zwar nicht weniger gut, dafür allerdings überraschend zurückhaltend.

Nach dem Probieren einer Fingerspitze jeder Marinade würde ich fast allen rein geschmacklich einen relativ hohen Salzgehalt attestieren.

Insgesamt kann man sagen:

  • Die Kräutermarinade schmeckt insgesamt am intensivsten.
  • Die Barbecue-Marinade hat eine angenehme leicht süßliche Note.
  • Bei der Curry-Marinade spielt zudem eine angenehme Schärfe mit rein.

Sehr positiv überrascht war ich von der Konsistenz der Marinaden.

Sie sind eher dickflüssig und ähneln einer Sauce, dennoch ergeben sie nachher auf dem Fleisch einen schön haftenden, leicht öligen Film. Die Marinade haftet sehr schön am Fleisch und man hat hier wenig Verlust. Mit einem Marinierpinsel lässt sich die Marinade somit sehr schön und einfach auf das Fleisch streichen.

Nachdem ich auf jedes Stück Fleisch jeweils eine der Marinaden aufgetragen habe, gingen diese in einem Gefrierbeutel luftdicht verpackt erst einmal bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank.

Geschmack

Alles bisher war natürlich nur lauwarmes Gefasel, wenn’s am Ende nicht geschmacklich zu überzeugen weiß.

Alle drei Nackensteaks waren in etwa gleich groß und wurden mit der selben Menge Marinade eingepinselt und dann über offener Flamme direkt vergrillt.

  • Die Barbecue-Marinade schmeckte man von allen drei Marinaden am „intensivsten“, was mich ein wenig wunderte, da diese beim vorab probieren von der Fingerkuppe am wenigsten intensiv schmeckte. Insgeamt ein sehr schön runder, würzig-süßlicher Geschmack, der wunderbar zum Fleisch harmonierte.
  • Von der sehr salzig und kräuterlich anmutenden Kräuter-Marinade schmeckte man am fertig gegrillten Steak leider nicht mehr ganz so viel. Das Kräuteraroma war zwar irgendwo da, aber hätte durchaus kräftiger sein können.
  • Die Curry-Marinade schließt tut es der Kräutermarinade gleich: Ganz solide im Geschmack, schwingt es dezent im Hintergrund mit, allerdings hätte ich mir gerade bei der Curry-Marinade etwas mehr Schärfe gewünscht, insbesondere wenn ich mir die Marinade zu Geflügel vorstelle, dass ich gerne mal eher „spicy“ würze.

Anmerkung: Deli wirbt hier auch damit, dass man nach 30 Minuten bereits das Fleisch grillen kann. Ich habe das gestern im Nachgang nochmal mit Lamm probiert (waren allerdings doch ein paar Stunden), aber das Ergebnis war wesentlich weniger intensiv als beim Ziehenlassen über Nacht.

Fazit

Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1,99€ bekommt ihr eine durchaus solide Marinade.

Insbesondere die Barbecue-Marinade sticht hier noch einmal positiv heraus, sie war geschmacklich einwandfrei und in der Intensität genau richtig (klare Empfehlung), die beiden anderen Marinaden hätten dagegen durchaus etwas stärker im Geschmack durchschlagen können.

Klar kann man den Geschmack ggf noch beeinflussen, indem man die Marinade noch stärker aufträgt, allerdings heißt Marinieren auch nicht, sein Fleisch zu ertränken.

Kurzum: Viel falsch machen kann man mit den Marinaden nicht. Sie geben dem Fleisch eine angenehme Würze in die jeweilige Geschmacksrichtung, haften gut am Fleisch und sind somit eine Alternative für alle, die nicht noch zusätzliche Zeit mit der Herstellung eigener Marinaden verbringen möchten.

Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Pin on Pinterest0Share on Tumblr0Share on Reddit0Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.