Schweinefilet mit Apfelspalten und Rosmarin-Butter-Möhren

Schweinefilet mit Apfelspalten und Rosmarin-Butter-Möhren

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen frischer und die Bäume lichter. Leckere Braten und lange Gegartes, in Kombination mit frischen Äpfeln aus der Herbsternte oder auch Kürbis haben jetzt Hochsaison. Nach einem schönen Tag mit der Familie im Wuppertaler Zoo wollte ich den Tag mit etwas Einfachem, aber doch Raffiniertem ausklingen lassen: Ein schönes Stück Schweinefilet, gut gewürzt und in Kombination mit Apfel und Möhren.

Endlich mal wieder ein Schweinefilet. Hatte ich gefühlte Ewigkeiten nicht mehr, dabei ist es so einfach und so lecker und eigentlich immer eine gute Idee. Das Ganze sollte mit frischen Äpfeln dekoriert werden und dazu ein paar Möhren, im Bräter im Fleischsaft mitgegart. Schmackofatz!

So bereitest du das Schweinefilet zu
Die Äpfel werden in Scheiben geschnitten und in Spalten in das Schweinefilet gesteckt. Anschließend wird das Filet mit Öl bepinselt und mit Rub eingerieben.

Also schnell ein Schweinefilet ergattert und los konnte es gehen. Das Tolle an Schweinefilet ist, dass es zumeist schon küchenfertig erhältlich ist. Ggf musst du hier und da noch mal ein gröberes Stück Fett wegschneiden, aber meistens kannst du es doch unbearbeitet direkt weiterverwenden.

In die obere Hälfte des Schweinefilets schneidest du mit einem Messer zunächst ein paar Tiefe Schlitze. Dann nimmst du dir einen leckeren, süßen und nicht zu sauren Apfel (z.B. Jonagold, die werden im Herbst ja frisch geerntet), wäschst diesen und schneidest ihn in Spalten. Die Apfelspalten steckst du jetzt in die eben geschnittenen Schlitze im Schweinefilet und drückst sie fest hinein.

Im Anschluss daran bestreichst du das Schweinefilet mit ein wenig Öl und trägst gleichmäßig einen Rub auf.

Gut geeignet ist – bei Schwein eigentlich immer – ein Rub auf Paprika-Basis.

Hier kannst du zum Beispiel den Butt-Glitter-Rub (steht hier in diesem Bratenrezept) nehmen. Ich habe in meinem Fall auf einen fertigen Rub zugegriffen: Cherry-Bomb von Don Marcos*. Ich finde die Kirsch- und Zimtnote in diesem Rub einfach mega genial und zusammen mit der Apfelkomponente schmeckt das Ganze einfach mega lecker.

Während du draußen bereits einen kleinen Kamin mit Kohle durchglühen lässt, bringst du bereits einen Topf Wasser zum Kochen und schälst die Möhren. Anschließend schneidest du die Möhren in verzehr geeignete Stücke und kochst sie für ca 10 Minuten vor.

Fertiges Schweinefilet.
Wenn das Fleischthermometer 67° anzeigt, können wir das Filet aus der Kugel nehmen.

Wenn die Kohle durchgeglüht ist, verteilst du sie auf einer Seite deines Kugelgrills, so dass du eine Zwei-Zonen-Glut hast (mehr dazu hier). Brate nun das Schweinefilet von mindestens drei Seiten an, so dass du eine schöne Kruste erhältst.

Das ist übrigens die einzige Stelle, an der es etwas tricky ist: das Fleisch muss auf die Seiten gewendet werden, ohne dass dir die Apfelspalten alle rauspurzeln.

Daher am Anfang schön fest reindrücken. Das Ganze hat bei mir eigentlich ohne größere Problemchen geklappt. Alternativ kannst du die Apfelspalten auch erst nach dem Anbraten rein, daran geht hier nix zu Grunde.

Nach dem Anbraten nimmst du das gute Stück vom Grill und legst es in eine Auflaufform oder einen Bräter. Den Grill regulierst du derweil runter, so dass noch ca. um die 150° Celsius im Inneren der Kugel herrschen.

Schweinefilet in Auflaufform
In einer Auflaufform oder einem Bräter wird es dann bei ca 150° indirekter Hitze fertig gegart.

Geb jeweils eine große Messerspitze Butter links und rechts neben das Schweinefilet und geb die vorgekochten Möhrenstückchen links und rechts neben das Filet auf die Butter. Schwenk das Ganze, so dass die Möhren etwas Butter aufnehmen und gib noch etwas frisch gehackten Rosmarin darüber.

Übrigens: Anstatt Möhren kann man gerade jetzt im Herbst auch wunderbar Kürbisspalten dazu geben, Hokkaido-Kürbis sollte hier ganz wunderbar passen. Wie du einen Hokkaido-Kürbis schälst, aushöhlst und für den Grill zubereitest, kannst du in meinem Artikel über Hokkaido vom Grill nachlesen. In diesem Fall gibst du die einfach die fertig geschnittenen Kürbisspalten, nachdem du sie über der direkten Glut angegrillt hast, statt der Möhren neben das Schweinefilet.

Das Schweinefilet geht jetzt im Bräter nochmal gute 35-45 Minuten bei indirekter Hitze auf dem Grill.

Die Möhrenstücke garen jetzt im Fleischsaft und der Butter noch einmal mit, das Ganze wird – versprochen – ein Gaumenschmaus.

Spätestens wenn das Grillthermometer eine Kerntemperatur von 67° Celsius anzeigt, kann das Filet vom Grill. Als Beilage hab ich mich für ein paar leckere Country-Potatoes entschieden.

Das fertige Schweinefilet
Gut schaut’s aus. Und lecker ist’s.
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