Pork Burger mit US Coleslaw

Pork Burger mit US Coleslaw

So kann es manchmal gehen. Da komme ich eines Samstag morgens früh aus dem Obi geschlendert und stehe plötzlich vor dem Wurstteufel, der aus meiner Sicht vor allen Dingen immer mit leckerer und pikanter Currywurst um die Gunst der Kunden buhlte. Und plötzlich ist da ein Plakat, das ankündigt, dass fort an auch ein leckerer Pork Burger zum Programm gehört. Und dann ist da dieses Bild. Ein saftiger Brocken Schweinefleisch mit jeder Menge Coleslaw. Den ganzen Tag ging mir dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf und ich habe Hunger auf diesen blöden Burger. Was also tun?

An und für sich gehörte ich bisher auch immer zu den Menschen, die sagten: „Hey, ein richtiger Burger muss aus saftigem Rinderhack sein; aus Schweinefleisch macht man doch keine Burger.“ Aber spätestens seit meinem Besuch bei pigbull in Köln weiß ich, dass zumindest ein Pulled Pork Burger eine kleine Heiligkeit ist und habe dort auch – obwohl ich kein Salatfan bin – den American Coleslaw – den Krautsalat – wirklich schätzen gelernt. Nun war auf diesem Plakat bei Obi zwar kein Pulled Pork, dafür aber der Coleslaw und dieses fabelhaft dreinschauende Stück Schweinefleisch… und verdammt, es ging mir nicht mehr aus dem Kopf… also ab zum Metzer; ich probierte ich mich somit erneut an einem Pork Burger. Diesmal inspired by Obi. So kann’s gehen…

Ok, ok. Ihr habt mich ertappt. Eigentlich war der Artikel letzte Woche nur der Can-Opener für heute. Wie ihr einen fantastischen Coleslaw macht, wisst ihr also bereits. Was fehlt uns also noch für unseren Pork Burger? Richtig, die Buns und ein Pattie aus Schweinefleisch.

Die Zutaten im Einzelnen:

  • 800g  Schweinehack (je frischer desto besser)
  • Salz & Pfeffer, Ingwer, Knoblauch und Koriander & andere Gewürze nach Wahl
  • Barbecue-Sauce (z. B. Mississippi)
  • Einen Würfel frische Hefe
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 4 EL Milch
  • 35 g Zucker
  • Eine Prise Salz
  • 80 g weiche (oder geschmolzene) Butter
  • 500 g Mehl Typ 550
  • 2 Eier
  • Sesam

Die Patties für den Pork Burger

„Cayenne-Pfeffer, Curry, Gewürznelke, Kardamom, Lorbeer, Majoran oder Muskatnuß passen sehr gut zu Schweinefleisch.“

Wichtig ist wie immer natürlich erst einmal eine gute Fleischqualität. Wenn ihr die Möglichkeit habt, euch das Fleisch frisch wolfen zu lassen, dann tut genau das. Die Würzung ist an und für sich relativ unaufregend. Ich habe Salz & Pfeffer, Ingwer, Knoblauch und Koriander verwendet. Aber auch Cayenne-Pfeffer, Curry, Gewürznelke, Kardamom, Lorbeer, Majoran oder Muskatnuss passen sehr gut zu Schweinefleisch. Da Schweinefleisch weniger charakteristischen und starken Eigengeschmack als beispielsweise Rind hat, bin ich mit der Würzung meines Schweinefleisch-Patties auch durchaus nicht zurückhaltend.

Fluffige Brioche-Buns

Damit wir unser kleines Schweinchen mit dem ganzen Salat nachher auch in den Händen halten können, benötigen wir noch ein schönes, fluffiges und saugfähiges Burger-Brötchen. Idealerweise besitzt ihr eine Knetmaschine, das erspart euch das mühsame Kräftemessen mit dem Teig.

„Damit wir unser kleines Schweinchen mit dem ganzen Salat nachher auch in den Händen halten können, benötigen wir noch ein schönes, fluffiges und saugfähiges Burger-Brötchen.“

Gebt zunächst ca ein Drittel des Mehls in eine Schüssel und formt eine Mulde. Gebt etwas lauwarmes Wasser (ca 40°, wie es in der Regel als Warmwasser aus der Leitung kommt) in die Mulde. Bröckelt nun die Hälfte des Hefewürfels in das Wasser und lasst das Ganze fünf Minuten stehen. Die Hefebakterien beginnen nun ihre Arbeit. Vermengt danach alles miteinander und werft die Knetmaschine an. Nach und nach gebt ihr jetzt die restlichen Zutaten hinzu: Die Milch, das restliche Mehl, die Eier und eine Prise Salz. Knetet alles kräftig und ausreichend bis ihr einen schönen geschmeidigen Teig erhaltet.

Den Teig lasst ihr jetzt an einem warmen Ort ohne Zugluft (am besten das berühmt-berüchtigte Küchenhandtuch über die Schüssel werfen) eine dreiviertel bis komplette Stunde gehen, der Teig sollte nun ca das Doppelte seiner ursprünglichen Größe haben. Knetet den Teig mit der Hand nun erneut ein wenig durch und teilt ihn dann in vier gleich große Portionen. Aus diesen Portionen formt ihr nun vier gleich große Buns und lasst sie erneut ca eine Stunde gehen.

Mit einer Gabel zerschlagt ihr nun in einer Tasse ein Eigelb und bestreicht die Buns damit. Das gibt ihnen am Ende eine schöne goldbraune Farbe. Jetzt noch etwas Sesam darauf verteilen und im Ofen oder wahlweise auf dem Grill die Buns fertig backen. Ca 200° im Ofen lassen die Buns nach ca 12 Minuten herrlich goldbraun und fluffig werden.

Ab an den Grill

Die Temperaturen sind nun doch endlich mal auf dem November-typischen Niveau angekommen. Und ich war schon kurz davor, tatsächlich an die Klimaerwärmung zu glauben. Leisten wir also unseren Beitrag und werfen den Grill an. Für die Patties benötigen wir ordentlich Hitze, ca 250° sollten uns gute Dienste leisten. Die Patties werden dann von beiden Seiten kurz mehrere Minuten direkt über der Flamme gegrillt. Je nach Dicke der Patties kommen diese danach noch einmal in den indirekten Bereich. Ein Fleischthermometer hilft uns, die für Schweinehack benötigten 71° zu erreichen.

Auf die Plätze, fertig, Pork!

„Auch wenn ich ihn nicht probiert habe – er ist bestimmt besser als der Pork Burger beim Wurstteufel vorm Obi.“

Schneidet nun unsere Brioche-Buns mit einem Brotmesser in der Mitte auf. Sorgt für ein Bett aus Barbecue-Sauce und platziert unseren kleinen Schweinefleisch-Gesellen direkt vom Grill auf dem Brötchen. Nun noch ordentlich Coleslaw oben drauf und das Brötchen zuklappen. Und dann ab durch die Luke. Fantastisch. Das Schweinefleisch ist wunderbar saftig und harmoniert hervorragend mit dem leicht säuerlich-salzigen Krautsalat. Und auch wenn ich ihn nicht probiert habe – er ist bestimmt besser als der Pork Burger beim Wurstteufel vorm Obi…

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