Onion Bomb mit Käsekern im Paprikaboot

Onion Bomb mit Käsekern im Paprikaboot

Während die Bacon Bomb Ende 2013 sich quasi viral über das Netz verbreitete, war die Onion Bomb wohl einer der Trends aus dem Mutterland des Barbecues in diesem Jahr. Ich habe diesmal einmal eine spezielle Version der Onion Bomb ausprobiert: Im Paprika-Boot mit Käsekern. Also einmal die obligatorische Runde zum Metzger und Supermarkt, ein paar frische Zutaten gekauft und ab in die Außenküche.

Bei der Onion Bomb handelt es sich zunächst einmal – puristisch gesehen – um eine mit einer Hackfleischmischung gefüllte Zwiebel, genauer gesagt einer zur Kugel geformte Portion Hackfleisch zwischen den äußeren Schichten einer Zwiebel. Drumherum wird in der Regel zur Stabilisierung noch etwas Bacon gewickelt (Everything tastes better with Bacon… du kennst das schon…)

„Was ist noch besser als Fleisch? Richtig… Fleisch gefüllt mit Käse!“

Hack in Zwiebeln
Die jeweils passenden äußeren Zwiebelschalen verpacken unser Hackfleisch.

Bei der Herstellung der Onion Bomb können wir große Gemüsezwiebeln nehmen um entsprechende gigantische Hackfleischgranaten herzustellen oder wir nehmen entsprechend kleinere Zwiebeln und erhalten einen schönen Apetizer in Form kleiner Bömbchen.

Da ich meine Onion Bomb hier aber in eine Paprika setzen wollte, habe ich mich für die etwas größeren Gemüsezwiebeln entschieden, hierbei erhalten wir natürlich etwas mehr als einen Apetizer; der ein oder andere würde das durchaus schon als vollwertige Mahlzeit durchgehen lassen.

Zunächst einmal die obligatorische Zutatenliste:

Schwierigkeit: Fortgeschritten
Du brauchst für zwei große Bömbchen:

  • Zwei Gemüsezwiebeln (die Namensgeber)
  • Zwei frische Paprikas
  • Etwa ein halbes Kilo Schweinehack
  • Etwas Bacon
  • Gewürzmischung nach Wahl
  • Zwei Scheiben Käse (z.B. Gouda) für den Käsekern

Die Onion Bomb scharf machen…

Käsekern
Die Kugel aus Käse geben wir nun in den zu einem Nest geformten Schweinehack.

Für den Käsekern nimmst du dir eine Scheibe handwarmen Gouda und drückt und knetet diese fest zusammen. Wenn du die Scheibe zu einer einheitlichen Maße gepresst hast, rollst du mit deinen beiden Handfläschen eine Kugel daraus.

„Übrigens: Niemand verbietet uns, den kleingehackten Rest der Zwiebel im Hackfleisch unterzumengen oder ein paar köstliche Röstzwiebeln in der Pfanne als Side Dish zuzubereiten.“

Im nächsten Schritt nehmen wir uns das Hackfleisch vor. Ich empfehle dir, dass Hackfleisch kräftig zu würzen, ich habe hierzu eine fertige Würzmischung wie beispielsweise Pork Powder genommen. In jedem Fall lieber etwas mehr Würzmischung nehmen, ansonsten ist das Hackfleisch am Ende durch das langsame Garen zwar schön saftig, aber schmeckt etwas fade.

Nachdem du die Hackfleischmasse mit der Würzmischung gut verknetet hast, teilst du sie in zwei gleich große Portionen, formst eine Kugel, drückst diese sanft auf einem Brettchen platt und formst eine Mulde.

Das Ganze sieht ähnlich aus wie ein Nest. In dieses Nest setzt ihr jetzt eure Käsekugel und schlagt das Hackfleisch darüber. Im Endeffekt solltet ihr eine Kugel Hackfleisch mit einem Käsekern haben.

Hack in Zwiebeln
Die jeweils passenden äußeren Zwiebelschalen verpacken unser Hackfleisch.

Nun musst du noch die Zwiebelhülle „herstellen“. Hierzu nimmst du die Gemüsezwiebeln und schälst vorsichtig die äußerste Schale ab. Nachdem die Zwiebel nun nackisch ist, halbierst du selbige mit einem Messer vom Kopf zum Fuß und löst jetzt vorsichtig die zwei obersten Schichten der Zwiebel ab, jedoch ohne diese zu zerstören.

Die jeweils zueinander passenden Hälften zusammen bei Seite legen. Idealerweise hast bereits beim Einkauf ein Auge dafür gehabt, dass die Zwiebel exakt in die Paprika passt, ansonsten kannst du die Größe der Onionbomb insofern variieren, dass ihr weiter innen liegende Schichten der Zwiebel verwendet (werden ja immer kleiner).

In jedem Fall legst du die beiden Zwiebelhälften jetzt um die Hackfleischkugel. Damit wäre eine normale Onion Bomb fertig, aber einfach kann ja jeder und wir gehen hier noch einen Schritt weiter.

Rohe Onion Bomb
Die fertigen Zwiebelbomben packen wir nun in die Paprika-Hüllen. Anschließend wickeln wir noch ein wenig Bacon um die Paprika.

Schnappt dir  nun die Paprika und köpf diese. Nun mit einem Messer von oben kreisrund den Kern der Paprika auslösen und entfernen. Übergebliebenes Weiß und Kerne mit einem Löffel vorsichtig entfernen, so dass die Paprika komplett ausgehöhlt ist.

Nun setzen du das Hackfleisch-Bällchen vorsichtig in die Paprika. Wunderbar. Jetzt schlägst du noch zwei Scheiben Bacon um die Paprika herum und fixierst diese mit einem Zahnstocher.

… und in der Kugel zünden

Onion Bomb mit Thermometer
Mittels eines Grillthermometers messen wir die Kerntemperatur des Schweinehacks. Ab 70° ist unser Bömbchen fertig.

So, nun ist es endlich soweit, die Bombe geht in die Kugel. Den Grill bereitest du  – da wir einmal mehr low&slow grillen – für geringe Hitze vor (120° – 150°). Mittels eines Grillthermometers ermittelst du die ideale Kerntemperatur.

Bei Schweinehack liegt diese bei zwischen 72° und 75° (bei frischem Schweinehack bleibe ich eher im unteren Bereich). Auf der geschlossenen Kugel verweilt unsere Onion Bomb nun für ca 40 Minuten, bis die gerade erwähnte Kerntemperatur erreicht ist.

Die fertige Onion Bomb ist dann durchaus ein Leckerchen. Die Paprika ist nach der langen Gardauer wunderbar weich und aromatisch, das Hackfleisch herrlich saftig und – ordentliche Würzung vorausgesetzt – schön schmackhaft. Dazu der knusprig gegarte Bacon… traumhaft.

Onion Bomb im Anschnitt
Das Schweinefleisch ist jetzt herrlich saftig und hat innen drin einen wunderbaren Kern aus Käse!
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