Kürbis-Saison, die Zweite: Der Butternuss-Kürbis

Kürbis-Saison, die Zweite: Der Butternuss-Kürbis

Noch immer fallen die Blätter vom Himmel, noch immer ist Kürbis-Saison, noch immer ist Herbst. Und was für einer: Die letzten Tage verwöhnen uns gerade zu mit bombastischen Spätsommer-Wetter. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, kaum ein Wölkchen. Ein Narr wer da nicht noch einmal das Feuer schürt. War es vor zwei Wochen noch der Hokkaido, so ist heute der Butternuss-Kürbis fällig. Und ganz ehrlich: Gegen den Butternuss-Kürbis stinkt der Hokkaido mal gewaltig ab… Was diese dicke Nuss an Röstaromen offenbart, sucht seinesgleichen.

Den Butternuss-Kürbis zerteilen

butternut_stepsAber eins nach dem anderen. Im Gegensatz zum Hokkaido kann man beim Butternuss-Kürbis die Schale nicht mit verzehren, der Kürbis muss also geschält werden. Wie zerlegen wir den Butternuss-Kürbis am besten??

Zunächst einmal schneiden wir in in der Hälfte durch und dann halbieren diese beide Hälften erneut. Zum Schneiden des Kürbis empfiehlt sich im Übrigen ein gezacktes Brotmesser. Damit rutscht man beim Schneiden nicht ab und das Messer gleitet schön durchs Kürbisfleisch.

Beim Butternuss-Kürbis sitzt das Kerngehäuse im Übrigen nur im unteren Teil, der obere Teil offentbart reines Kürbisfleisch, mengenmäßig ist hier also durchaus ein wenig mehr geboten, auch wenn nach dem Schälen mal wieder erstaunlich wenig über bleibt. Die Kerne werden nach dem Vierteln mit einem Esslöffel ausgeschabt und das faserige Fruchtfleisch entfernt.

Zum Schluss schneiden wir mit dem Messer die Schale vom Kürbis runter. Hierbei können wir ruhig großzügig wegschneiden, da das Fleisch direkt unter der Schale relativ fest und faserig ist.

Am Ende haben wir einige rundliche Scheiben, aber gerade aus dem oberen kernlosen Teil des Kürbisses bekommen wir einige schöne, große und feine Scheiben geschnitten.

Die Marinade

Zutaten Marinade
Für die Marinade braucht es frische Frühlingszwiebeln, klein gehakte Oliven, etwas Chili, Thymian, Schnittlauch, Öl und einen Spritzer Ztirone. Das Apfelkraut bringt Süße ins Spiel.

Unsere Marinade besticht vor allem durch viele frische Zutaten, die man sich zum größten Teil auch schön im Garten anpflanzen kann, ihr benötigt im Einzelnen:

Schwierigkeit: Einfach

  • Olivenöl
  • Thymian (z.B. einen leckeren Zitronenthymian)
  • Schnittlauch
  • Eine Chili-Schote
  • Ein paar Frühlingszwiebeln
  • Entkernte Oliven
  • Apfel- oder Rübenkraut

Für die Marinade werden alle Kräuter schön fein gehackt und mit dem Olivenöl vermengt. Ich habe zudem etwas Apfelkraut hinzugefügt, dass ergibt nachher einen leicht süßlichen Geschmack. Die Marinade landet dann schlussendlich im Gefrierbeutel, die Kürbisstücke geben wir dazu und dann massieren wir die Marinade schön vorsichtig von außen überall auf die Kürbishälften. So vorbereitet lassen wir den Kürbis zunächst einmal für einige Stunden links liegen, bevor es dann aufs Feuer geht.

Den Butternuss-Kürbis grillen

„Voll lecker!! Das war doch glatt eines der wenigen Male wo ich mir gesagt habe, das Gemüse schmeckt mir heute besser als das Fleisch.“

Fertiger Kürbis
Der fertig gegrillte Kürbis mit schöner Zeichnun durch den Rost.

So, nun ist der große Augenblick ist gekommen, nun gehts unserer Butternuss an den Kragen. Wir schaffen im Grill einen Bereich für mittlere direkte Hitze, in dem wir etwa einen halben Anzündkamin mit Kohlen befeuern und dann auf eine Hälfte der Kugel feuern. Die Glut sollte nicht zu heiß brennen, damit wir den Kürbis nicht verbrennen. Die Kürbis-Scheiben geben wir nun 2-3 Minuten von jeder Seite direkt über die Glut. Zwischendurch können wir die Scheiben jeweils um 90° drehen, um eine hübsche Zeichnung durch den Rost zu erhalten. Nach dem Grillen über offener Flamme gehts für eine weitere Viertelstunde bei mittlerer Hitze in den indirekten Bereich.

Jetzt ist der Butternuss-Kürbis quasi butterweich… und ganz ehrlich: Voll lecker!! Das war doch glatt eines der wenigen Male wo ich mir gesagt habe, das Gemüse schmeckt mir heute besser als das Fleisch. Gut, es gab nur flach gegrillt ein Kotelett dazu, aufgetaut aus den Restbeständen… aber der Kürbis war wirklich super gut. Wie gesagt, dagegen stinkt der Hokkaido wirklich ab. Vom Grill schmeckt der Kürbis mega aromatisch und ist superzart! Ich kann ihn euch jedenfalls für die dritte Jahreszeit nur wärmstens ans Herz legen.

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