Gegrilltes Eis

Gegrilltes Eis

Vermutlich bin ich der hundertste, der hier ein Rezept für gegrilltes Eis postet und gestandenen Grill-Ikonen ringt gegrilltes Eis nicht mehr als ein Lächeln ab, nichtsdestotrotz ist es mir in den letzten Wochen im Netz nicht über den Weg gelaufen. Und da es doch immer mal wieder eine schöne Sache, aus der 300 Grad heißen Kugel tatsächlich einen eisgekühlten Nachtisch zu zaubern und der geladenen Verwandtschaft oder den  Bekannten vielleicht doch damit doch imponieren, zeige ich euch an dieser Stelle noch einmal, wie es geht.

Schwierigkeit: Mittel
Ihr benötigt (für 4 Desserts):

  • 4 kleine Tortenböden (Torteletts)
  • 6 mittelgroße Eier (das Eiweiß)
  • Puderzucker
  • Eine Eissorte eurer Wahl
  • Obst (Apfel, Kiwi o.ä)

Gegrilltes Eis, wie mag das gehen?

„Das ganze Geheimnis hinter dem gegrillten Eis ist die Hülle aus Ei-Schnee (oder auch Baiser), die die Kugel umhüllt.“

Also: Gegrilltes Eis? Wie mag das gehen? In der Zubereitung ist das Ganze eigentlich kinderleicht, es lässt sich im Übrigen auch komplett vorbereiten, dann wieder einfrieren und am Tag des Grillens dann spontan hervorzaubern. Das  Geheimnis hinter dem gegrillten Eis ist die Hülle aus Ei-Schnee (oder auch Baiser), der die Kugel umhüllt. Der Ei-Schnee enthält, locker schaumig geschlagen, jede Menge Luft und Luft ist nun mal von Natur aus ein ganz miserabler Wärmeleiter. Somit bleibt das Eis im Inneren der Eiskugel schön kalt, während die Baiserhülle fest wird und eine leicht bräunliche Farbe annimmt.

Die Desserts präparieren…

Zunächst bereiten wir den Ei-Schnee respektive Baiser zu. Hierzu trennen wir mehrere Eier, wir benötigen hier nur das Eiweiß. Pro Eiskugel würde ich zumindest mal 1,5 Eier mittlerer Größe nehmen. Für jedes getrennte Ei geben wir einen Esslöffel Puderzucker hinzu. Das Ganze wird dann am besten mit dem elektrischen Rührgerät steif geschlagen.

Jetzt nehmt ihr euch für jede Nachspeise, die ihr zubereiten wollt, je ein Tortelett und platziert darauf etwas Obst. Das können Heidelbeeren, Apfelscheiben oder aber z. B. auch Kiwi sein, eurer Phantasie sind da wenig Grenzen gesetzt. Auch die Eissorte, die ihr verwendet, ist euch überlassen. Mir persönlich schmeckt Banane in Kombination mit Schokoladeneis sehr gut, aber auch Fruchtmischungen wie Erdbeere auf Kiwi sind toll. Wie auch immer, das Eis würde ich vorab zu Kugeln formen und danach weiter im Eisfach anfrieren. Die angefrorene Eiskugel setzt ihr dann auf euer vorbereitetes Tortelett und dann gebt ihr möglichst fix mit Hilfe eines Spritzbeutels den Ei-Schnee kreisförmig um die Kugel. Wichtig ist, dass die Kugel wirklich fest vom Ei-Schnee umhüllt ist und möglichst keine Lücke aufweist, damit die Hitze im Grill später nicht direkt an das Eis kommt.

… und grillen

„Es ist wirklich erstaunlich, wie lange die hohe Hitze auf dem Grill tatsächlich benötigt, um bis zum Eis durchzudringen.“

Die jetzt so präparierten Desserts könnt ihr nun entweder bis zum tatsächlichen Grillen im Eisfach aufbewahren oder ihr gebt sie jetzt auf den Grill. Es empfiehlt sich, die Nachtische nicht direkt auf den heißen Rost zu stellen, sondern von unten gegen die direkte Hitze abzuschirmen, damit euch das Tortelett nicht verbrennt. Ich lege hierzu einen Pizzastein mit Backpapier aus und stelle die Nachtische darauf.

Auf dem Grill solltet ihr jetzt richtig für Hitze sorgen, die Kugel darf ruhig 300 Grad haben. Das Geheimnis ist, gegrilltes Eis möglichst kurz aber bei möglichst großer Hitze auf den Grill zu geben. Wenn der Ei-Schnee fest ist und eine leicht bräunliche Färbung annimmt, ist das Eis fertig. Ich persönlich lasse das Eis lieber etwas zu lang auf dem Grill als zu kurz, es ist wirklich erstaunlich, wie lange die hohe Hitze auf dem Grill tatsächlich benötigt, um bis zum Eis durchzudringen.

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