Die perfekten Klöße

Die perfekten Klöße

Die perfekten Klöße? Nanu. Was ist denn jetzt los? Ausnahmsweise (und weil Weihnachten ist) gibt es heute mal einen Abstecher weg vom großen Barbecue in die normale Küche. Desweiteren ist dieser Beitrag die perfekte Ergänzung zu den Gänsekeulen, von denen ich euch morgen berichten möchte. Und da es über die perfekten Klöße aus irgend einem Grund auch mal wieder jede Menge zu erzählen gibt, habe ich kurzerhand beschlossen, ihnen diesen eigenen, kleinen Beitrag zu widmen. 

Es trug sich damals zu – auf der Weihnachtsfeier meines Arbeitgebers – schön auf den Rheinterrassen in Köln Deutz – dass das Highlight des Buffets zu meiner großen Überraschung eine eigentlich recht unspektakuläre Beilage war: Die Kartoffelklöße. Ich meine, alles war wirklich super lecker, aber diese Klöße… ein Traum.

„Ein Gespräch mit dem Küchenchef musste her.“

Wunderbar fluffig in die Konsistenz, der Geschmack der Erde in wunderbaren aromatischen Kartoffeln… ein Gespräch mit dem Küchenchef musste her. Nach einer tiefgründigen Diskussion über den Herstellungsprozess eben genannter göttergleichen Kartoffelbällchen hatte ich zwar nicht das exakte Rezept, aber immerhin einige sehr, sehr gute Tipps für die perfekten Klöße.

[foogallery id=“1315″]

Für die perfekten Klöße beginnt ihr am besten vormittags, da wir ein wenig Wartezeit zwischen drin haben. Und so geht’s:

Schwierigkeit: Fortgeschritten
Ihr benötigt (für ca 6 Personen):

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 120 g Kartoffelstärke
  • Butter & Petersilie
  • Salz & Pfeffer

Für die perfekten Klöße perfekte Kartoffeln

Zunächst einmal braucht man für die perfekten Klöße natürlich die perfekten Kartoffeln. Holt euch also ein paar vernünftige Kartoffeln (am besten vom Bauern eures Vertrauens). Insbesondere solltet ihr darauf achten, dass es mehlig kochende Kartoffeln sind.  Die Kartoffeln werden – wie man es nun mal so kennt – in kaltem Salzwasser angesetzt und dann gekocht. Wenn ihr mit einer Gabel wie durch Butter mit nur noch leichtem Widerstand hineinstechen könnt, sind die Kartoffeln soweit gar und können abgeschüttet werden.

Die perfekten Klöße

Ein wichtiger Hinweis ist: Nach dem Abschütten der Kartoffeln in ein Sieb schmeißen wir die Kartoffeln wieder in den heißen Topf und lassen sie ein halbes Stündchen bei schwacher Hitze (ich nutze hierzu einfach die Resthitze der Kochplatte) schön ausdampfen. Ist die halbe Stunde rum, werden die Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer ordentlich durchgestampft. Eine Kartoffelpresse leistet gegebenfalls noch bessere Dienste, aber mit dem Stampfer klappt es auch ganz wunderbar.

Im Anschluss daran habe ich die durchgestampfte Kartoffelmasse auf einem Backpapier schön flach ausgelegt, wo sie nun mehrere Stunden verharren, um komplett zu trocknen. Dies ist vermutlich neben dem Ausdampfen der wichtigste Schritt, damit sie später diese wunderbar fluffige Konsistenz bekommen. Man kann die Klöße auch soweit abends vorbereiten und die Nacht über trocknen lassen.

Jetzt können wir die getrocknete Kartoffelmasse nehmen, mit ca 120 g Kartoffelmehl (heißt manchmal auch Kartoffelstärke) vermengen. Die Masse muss ordentlich durchgeknetet werden. Die Kartoffelmehl ist wirklich in der Konsistenz – im Gegensatz zu herkömmlicher Speisestärke – sehr mehlig und es knirscht beim Kneten, als wenn der Weihnachtsmann durch den Schnee wandert. Wie passend wenn draußen diesen Winter schon kein Schnee liegt, bringt wenigstens dass ein wenig winterliche Atmosphäre ins Haus.

„Es knirscht beim Kneten, als wenn der Weihnachts- mann durch den Schnee wandert.“

Am Ende sollten wir einen richtigen kleinen Kartoffelteig erhalten haben. Diesen lassen wir jetzt mindestens noch einmal 30 Minuten quellen, bevor wir möglichst gleichmäßig geformte kleine Klöße daraus portionieren. Das schöne daran, dass wir die Klöße selbst machen ist auch: Ihr könnt euch frei entscheiden, ob ihr viele kleine Miniklößchen formt oder einige große Klöße.

Die Klöße fertig garen

Die Klöße werden in bereits siedendes und gesalzenes Wasser gegeben. Das Wasser sollte wirklich nur knapp über den Siedepunkt sein und vor sich hin köcheln statt wild sprudelnd und schäumend zu kochen. Ab jetzt heißt es am besten am Herd verbleiben und beobachten. Sobald die Klöße von alleine an die Wasseroberfläche treiben sind sie gut und können mit einer Schaumkelle in ein Sieb abgeschöpft werden, das danach noch einmal geschwenkt wird, um möglichst viel Wasser zu vertreiben.

Ich habe im Anschluss daran noch etwas Butter sowie klein geschnibbelte Petersilie in den heißen Topf gegeben und die Klöße darin geschwenkt. Et voila… fertig sind die perfekten Klöße.

Wer möchte kann statt Butter und Petersilie auch etwas Schmelze herstellen. Hierzu einfach ein paar altbackene Brötchen oder auch Zwieback in einer Pfanne mit Butter oder Margarine in einer Pfanne anschmelzen und dann direkt die Knödel darin schwenken.

Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Pin on Pinterest2Share on Tumblr0Share on Reddit0Email this to someone

2 Comments

    1. Für mich hat sich der Unterschied in der Bezeichnung nur im regionalen Sprachgebrauch niedergeschlagen, auch nach Recherche habe ich da nicht viel anderes finden können. Sogar besagter Küchenchef redete von Klößen. Wenn du mehr weißt, lasse ich mich aber gerne belehren… Liegt der Unterschied gar wirklich in der Zubereitung mit rohen oder gekochten Kartoffeln?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.