Beer Can Burger op Kölsche Art

Beer Can Burger op Kölsche Art

American BBQ meets Cologne Kitchen

Der Beer Can Burger war mit DER Barbecue-Hit in 2015. Ich möchte euch heute zeigen, wie man den Beer Can Burger op Kölsche Art serviert. Wie man in Köln sagt: Flönz met ene Röggelsche, Kies un Musik; also einer Füllung mit gebackener Blutwurst, Zwiebeln, Apfel und Bratkartoffeln, getoppt mit pikantem Beemster Käse, stilecht serviert im Röggelchen. Vergesst übrigens, außer dem obligatorischem Bier hier noch Beilagen servieren zu wollen, das Baby besteht aus 300g saftigem Schweinehack plus der Füllung und dem Roggenbrot. Nun denn… los geht’s.

„Wie man in Köln sagt: Flönz met ene Röggelsche, Kies un Musik.“

Das schöne beim Beer Can Burger sind – ähnlich wie bei der Bacon Bomb – die ungeahnten Kombinationsmöglichkeiten, die sich einem erschließen, denn bei der Füllung sind auch hier der Phantasie keine Grenzen gesetzt und somit ist der Weg frei für regional geprägte oder international beeinflusste Beer Can Burger. Da ich aus dem schönen Rheinland komme und auch ein großer Freund der kölschen Brauhäuser und ihrer deftigen Kost bin, dachte ich mir, dass doch nichts näher liegt, mal einen Beer Can Burger Kölscher Art zu grillen, gefüllt mit den kleinen Feinheiten, welche die regionale kölsche Küche prägen.

Schwierigkeit: Fortgeschritten
Ihr braucht für diese herrliche kölsche Köstlichkeit (für 2 Burger):

  • 600g Gemischtes Hackfleisch (300g pro Burger)
  • Zwei Schalotten
  • Eine Blutwurst
  • Einen Apfel
  • 200g Kartoffeln
  • 100g frischen Beemster Käse (Gouda)
  • Ein Päckchen Bacon
  • Zwei Roggenbrötchen
  • Salz & Pfeffer
  • Zahnstocher

Die Füllung für unseren Beer Can Burger

Für unsere Füllung kommen durch das kölsche Motto zum Einsatz: pikanter Beemster Käse (ein Gouda), Bratkartoffeln, Apfel, Zwiebeln & gebratene Blutwurst. Für die Füllung kochen wir zunächst die Kartoffeln vor und schrecken sie ab, wenn sie noch nicht ganz durch sind (sie garen ja später noch etwas nach). Die Bratkartoffeln werden dann in kleine Stücke geschnitten. Die Zwiebel wird geschält und grob gehackt, die Blutwurst in kleine Stücke geschnitten. Das Ganze braten wir jetzt scharf in der Pfanne an und würzen es mit Salz und Pfeffer. Die Flönz nicht zu lange anbraten, sonst wird sie zu matschig. Die angebratene Füllung dann wieder zurück in ein geeignetes Gefäß und bei Seite stellen. Ein bis zwei Scheiben Beemster schneiden wir in kleine Stücke. Der Apfel wird geschält, entkernt und dann in kleine Würfel geschnitten; den Apfel und den Käse geben wir dann auch noch zur  Füllung, nachdem diese ein wenig abgekühlt ist. Dann stellen wir die Füllung zunächst einmal beiseite.

Den Beer Can Burger formen

steps_for_beercanburgerKleiner Exkurs: Was ist eigentlich der Beer Can Burger? Der Beer Can Burger ist eigentlich nichts anderes als ein großer Klumpen Hackfleisch, in den mit Hilfe einer Bierdose eine Ausbuchtung gedrückt wird; das Ganze sieht nachher ein wenig aus wie ein Becher aus Hackfleisch. Dieser wird dann gefüllt und später mit Käse verschlossen.

Wir kneten noch einmal locker das Hackfleisch und würzen es hierbei mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika. Danach rollen wir das Hackfleisch zu einer Kugel, legen sie auf ein Stück Alu-Folie (erleichtert den späteren Transport auf und vom Grill ungemein) und drücken sie etwas platt (1). Dann nehmen wir die Bierdose (die wir vorher ordentlich sauber gemacht haben) und drücken sie behutsam ca 3-4cm in das Hackfleisch (2). Das Hackfleisch drücken wir an den Seiten der Dose noch etwas nach oben.

Tipp: Es empfiehlt sich, die Dose vorher eine halbe Stunde im Eisfach gehabt zu haben. Wenn die Dose warm ist, klebt das Hackfleisch nachher zu sehr daran. Man kann die Dose auch vorher mit etwas Öl bestreichen oder mit Lebensmittelspray besprühen, bei mir hat die genügende Kühlung der Dose völlig ausgereicht.

Damit unser Beer Can Burger später nicht reißt, umwickeln wir die Seiten mit etwas Bacon (everything tastes better with Bacon). Das Ganze fixieren wir dann mit Hilfe von ein paar Zahnstochern (3). Nun (und erst dann) entfernen wir vorsichtig die Bierdose. Dazu ziehen wir diese vorsichtig durch leichtes Hin- und Herdrehen nach oben hinweg. Fertig ist unser Burger, der jetzt nur noch auf seine Füllung wartet (4).

Fertig grillen

Unsere Füllung mit kölschem Allerlei kommt nun in den Beer Can Burger. Mit einem Löffel drücken wir sie dann hinein und streichen sie oben glatt. Ich habe zum Ermitteln des idealen Gargrades mein Grillthermometer an der Seite zwischen Füllung und Hackfleischwand bis zum Boden eingestochen und bekomme so ein schönes Gefühl für den Gargrad des Burgers.

„Einfach die Röggelchen aufschneiden und unseren Herztod-Burger drauf setzen.“

Die Burger werden low&slow im indirekten Bereich der Kugel bei ca. 150° Celsius fertig gegrillt. Wenn die Kerntemperatur ca 71° Celsius beträgt (bei frischem Hack, sonst ggf besser bis 75° warten), sind die Burger fertig. Oben auf den Burger kommt später noch ein Deckel aus Beemster Käse. Erst ca 10 Minuten bevor der Burger fertig ist, mache  ich den Deckel druff. Wenn der Käsedeckel ansonsten die ganze Garzeit (zwischen 30 und 40 Minuten) der trockenen Hitze im Grill ausgesetzt ist, neigt dieser dazu, sehr trocken zu werden.

Bei den Buns war ich heute mal faul. Da es sich bei den sogenannten Röggelchen um einfache Roggen-Brötchen handelt, habe ich mir diese hier beim Bäcker meines Vertrauens einfach gekauft. Einfach die Röggelchen aufschneiden und unseren Herztod-Burger drauf setzen. Und JA, Männers, ihr dürft bei diesem kleinen Fleischbömbchen auch ausnahmsweise Messer und Gabel benutzen, ich will ja nicht, dass sich hier jemand den Kiefer ausrengt… 🙂 Das Teil ist übrigens der Hammer: Stellt euch nur mal vor: Ihr fräst euch mit Messer und Gabel durch gut 300g Hackfleisch und plötzlich stoßt ihr unvermittelt auf Bratkartoffeln!! Der Hammer… probiert es aus… und teilt mir gerne eure Meinung mit!

Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Pin on Pinterest0Share on Tumblr0Share on Reddit0Email this to someone

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.