Selbstgebackene Burger-Brötchen – Basic Burger Buns

Selbstgebackene Burger-Brötchen – Basic Burger Buns

Burger-Brötchen. Jeder Blog hat sie, jeder hat sie in der perfekten Form und auch ich finde, ohne sie geht es gar nicht. Zu einem guten Burger gehört ein selbstgebackenes Brötchen einfach dazu. Ich behaupte von meinen Brötchen weiß Gott nicht, dass sie die Besten sind und möchte auch nicht für mich beanspruchen, hiermit die perfekten Burger-Buns erfunden zu haben (dass haben andere Blogger schon zu Genüge getan). Nein, aber zumindest behaupte ich habe ich jetzt schon mehr Hamburger-Brötchen gebacken als viele andere und dieser kleine Artikel soll ein Leitfaden dazu sein, wie man mit möglichst wenig Aufwand, überschaubaren Zutaten und einigen greifbaren Tipps zu ein paar geschmacklich tollen Buns kommt. Viel Spaß dabei!

„Ein gutes Brötchen möchte nicht der Quarterback in unserem Spiel sein.“

Jeder kennt natürlich die mehr oder weniger tollen fertig gebackenen Burger-Brötchen aus dem Handel. Auch wenn uns die bunten Plastikverpackungen in denen sie daher kommen anderes versprechen möchten, so sind sie doch zumeist fade im Geschmack und rieseln uns schon beim Aufschneiden meist so auseinander, dass nur die Hälfte über bleibt, bevor wir auch nur einen Bissen getan haben. Verdammte Axt, wir freuen uns doch so sehr auf einen leckeren saftigen Burger, zelebrieren das Fleisch aus nachhaltiger Züchtung, achten penibelst auf dessen Fettgehalt und wolfen es gar noch selbst… Aber dann gebt dem Ganzen doch bitte auch eine Hülle, die es verdient hat Burger-Brötchen genannt zu werden.

Worauf kommt es an?

Was macht ein gutes Burger-Brötchen aus?

1. Ein gutes Burger-Brötchen schmeckt auch gut.
Es ist klassischerweise aus Brioche-Teig und schmeckt ofenfrisch und dezent süsslich. Ein gutes Brötchen möchte aber auch nicht der Quarterback in unserem Spiel sein und übertüncht nicht die anderen Aromen des Burgers.

2. Ein gutes Burger-Brötchen hat eine gute Konsistenz.
Es bröselt nicht wie ein verdammter Krümel-Blizzard auseinander. Es springt wieder fluffig in Form, wenn man es leicht eindrückt. Es sifft nicht durch und saugt das Fett des Burger-Patties gut auf.

3. Ein gutes Burger-Brötchen hat eine vernünftige Größe.
Bei all den Burger-Experimenten die wir Grillhelden in unserem Alltag so exerzieren, von Doppelt-Fleisch bis hin zu gefüllten Beer-Can-Burgern und anderen Maulsperren-Giganten kann ich doch nicht mit so einem lächerlichen kleinen Hamburger-Brödel agieren. Die lachen mich doch aus…

Was brauchen wir also für vernünftige Burger-Brötchen?

Burger-Buns kann man natürlich mit diversesten Zutaten machen, je nach dem ob wir z.B. Ciabatta, Brioche, Laugen, Roggen oder was-weiss-ich für Buns backen wollen. Ich konzentriere mich heute auf den Klassiker, auf die leckeren Brioche-Buns. Hierzu benötigt ihr in für vier Brötchen:

  • Einen Würfel frische Hefe
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 4 EL Milch
  • 50 g Zucker
  • Eine Prise Salz
  • 80 g weiche (oder geschmolzene) Butter
  • 500 g Mehl Typ 550
  • 2 Eier
  • Sesam

Gebt zunächst ca ein Drittel des Mehls in eine Schüssel und formt eine Mulde. Gebt das lauwarme Wasser (ca 40°, wie es in der Regel als Warmwasser aus der Leitung kommt) in die Mulde. Bröckelt nun die Hälfte des Hefewürfels in das Wasser und lasst das Ganze fünf Minuten stehen. Die Hefebakterien beginnen nun ihre Arbeit. Vermengt danach alles miteinander und werft die Knetmaschine an. Nach und nach gebt ihr jetzt die restlichen Zutaten hinzu: Die Milch, die flüssige Buter das restliche Mehl, die Eier und eine Prise Salz. Knetet alles kräftig und ausreichend bis ihr einen schönen geschmeidigen Teig erhaltet.

Aufgegangener Teig
Nach spätestens einer Stunde sehen wir:. Da geht was, beim Teig.

Den Teig lasst ihr jetzt an einem warmen Ort ohne Zugluft (am besten das berühmt-berüchtigte Küchenhandtuch über die Schüssel werfen) eine dreiviertel bis komplette Stunde gehen, der Teig sollte nun ca das Doppelte seiner ursprünglichen Größe haben. Knetet den Teig mit der Hand nun erneut ein wenig durch und teilt ihn dann in vier gleich große Portionen. Aus diesen Portionen formt ihr nun vier gleich große Buns und lasst sie erneut ca eine Stunde gehen.

Mit einer Gabel zerschlagt ihr nun in einer Tasse ein Eigelb und bestreicht die Buns damit. Das gibt ihnen am Ende eine schöne goldbraune Farbe. Jetzt noch etwas Sesam darauf verteilen und im Ofen oder wahlweise auf dem Grill die Buns fertig backen. Ca 200° im Ofen lassen die Buns nach ca 12 Minuten herrlich goldbraun und fluffig werden.

Best Practices

„Ein vernünftiger Teig ist immer eine Harmonie im Verhältnis von Mehl zur verwendeten Flüssigkeit. „

Ein vernünftiger Teig ist immer eine Harmonie im Verhältnis von Mehl zur verwendeten Flüssigkeit. Der Teig sollte unter keinen Umständen beim Brötchen Formen an den Fingern kleben, sondern sollte sich geschmeidig kneten und verarbeiten lassen. Ist euer Teig zu klebrig, habt ihr vermutlich zu viel Flüssigkeit im Teig. Rollt euren Teigling in etwas Mehl oder knetet weiter. Das wiederholt ihr so lange bis euer Teig geschmeidig ist.

Wenn der Teig hingegen bröckelig und bröselig ist, dann ist zu wenig Flüssigkeit im Teig. Dementsprechend giesst noch etwas Milch oder Wasser nach und knetet weiter.

Zum Kneten des Brötchen-Teigs und für Hefeteig im Allgemeinen kann ich eine gute Knetmaschine nur empfehlen. Mein Vater hatte uns damals eine Knetmaschine überlassen. Zunächst fand ich das Ding einfach nur sperrig, schwer und ich ging nicht davon aus, den Koloss oft zu benutzen, doch mittlerweile kommt sie für die meisten Teige, die ich in der heimischen Küche herstelle zum Einsatz und ich möchte das Gerät einfach nicht mehr missen.

Die Buns können übrigens auch vorbereitet und mittels Tiefkühlfach auf Vorrat gehalten werden. Wollt ihr die Buns tiefkühlen, so lasst sie aber vorher nicht gehen. Portioniert statt dessen den Teig direkt, rollt ihn zu Brötchen-Teiglingen und friert diese umgehend ein. Ich lege sie hierzu im Normalfall auf ein Brett, so dass sie sich erst mal nicht verformen und froste diese für zwei Stunden. Danach verpacke und vakuuimiere ich die Teiglinge. Am Tag an dem ich sie benötige hole ich sie entsprechend frühzeitig aus der Kühlung, lasse sie auftauen und gehen. Dann werden sie gebacken. Erfahrungsgemäß werden sie aber frisch zubereitet etwas besser, aber ich wollte euch diesen Tipp nicht vorenthalten.

Das Auge isst mit

Der Burger lässt sich natürlich mit allerlei Beiwerk verzieren. Der Klassiker auf Burger-Brötchen sind die gerade eben erwähnten

Frische Buns
Frische Burger Buns sind für einen jeden Burger ein Muss!

Sesam-Körnchen. Für Laugen-Buns nimmt man in der Regel dann eher ein Laugensalz. Toll schmeckt aber z.B. auch frisch gehobelter Parmesan-Käse. Ein Prise Mehl über die noch heissen Buns gestreut gibt den Brötchen dann ein eher rustikales Aussehen. Oder ihr lasst die Buns nackend, mit ihrer schön glänzenden, glatten Oberfläche.

Durch geschicktes Einschneiden der Teiglinge könnt ihr das spätere Aussehen ebenfalls stark beeinflussen. Ihr könnt die Burger-Brötchen entweder mit einem Schlitz versehen oder gleich ein Kreuzz in die Oberfläche Ritzen. Oder ihr zupft mit einer Pinzette oder kleinen Schere einzelne Strähnchen aus dem Teig etwas nach oben und erhaltet eine Art Igel-Optik. Eurer Kreativität sind hier wenig Grenzen gesetzt.

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