Asia Pulled Chicken

Asia Pulled Chicken

Wenn die Zeit mal wieder was knapp ist und man gerade keine 20 Stunden Zeit für ein Pulled Pork erübrigen kann, dann tut es vielleicht auch ein Pulled Chicken. Und da ich noch dazu ein großer Fan der asiatischen Küche bin, gibt es dieses Mal eine asiatisch angehauchte Version des Barbecue-Huhns.

Zuallererst einmal: Ein Pulled Chicken lässt sich prinzipiell genauso zubereiten wie ein Pulled Pork, das Fleisch wird am Ende ebenfalls auseinander gezupft und durch die langsame und schonende Zubereitung bei niedrigen Temperaturen bleibt das Fleisch auch hier schön saftig und trocknet nicht aus. Damit das auch tatsächlich gewährleistet ist, stellst du eine ausreichend große Tropfschale gefüllt mit heißem Wasser in Smoker oder in deinen Kugelgrill.

Im Gegensatz zum Pulled Pork braucht das Pulled Chicken aber bei weitem nicht so lange, in der Regel liegt man hier bei ca 3 Stunden Garzeit.

Ob du dein Pulled Chicken aus einem kompletten Huhn machst (dazu kann es beispielsweise auf einem Hähnchenhalter* oder einer Bierdose thronen) oder aus Schenkeln oder Brustfleisch, bleibt dir überlassen. Ich persönlich finde die Schenkel saftiger. Brust neigt dazu, eher trocken zu werden.

In meinem Fall schlummerten so oder so noch drei Hähnchenoberbeine in Kryostase in meinem Gefrierfach und mussten noch verwertet werden, also wurden diese über Nacht konsequent aufgetaut.

Den Rub vorbereiten

Was macht das Asia Pulled Chicken jetzt so asiatisch? Gewürze selbstverständlich.

Für unser asiatisches Huhn bedarf es zunächst einmal eines asiatischen Rubs.

Mit geräucherter Paprika als Grundbasis, etwas Salz und ein paar typischen Vertretern der asiatischen Küche wie Kurkuma, Ingwer und Koriander zaubern wir schnell die entsprechende Gewürzmischung, Chiliflocken und Cayennepfeffer bringen hier das entsprechende Feuer an die Rezeptoren deiner Zunge.

Für den Rub vermengst du folgende Zutaten miteinander in einem verschließbaren Plastikgefäß. Danach schüttelst dualles gut durch und schon ist der Asia Rub fertig.

  • 3 TL geräucherte Paprika
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Knoblauch
  • 1 TL Ingwer
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Koriander
  • 1/2 TL Chiliflocken

Rubbed Chicken

Die Hühnerschenkel bepinselst du vor ihrem Gang aufs Solarium mit etwas Öl und reibst sie großzügig mit dem Rub ein.

Beim Verarbeiten von rohem Geflügel achtest du selbstverständlich auf die Grundregeln der Hygiene: Alles, was in Berührung mit dem rohen Fleisch gekommen ist, wird weggepackt und gespült.

Wenn du Smoker oder Kugelgrill dann soweit bei 110° eingeregelt hast, gibst du die Hähnchenteile darauf.

In der Anfangsphase empfehle ich dir, für ein intensiveres Raucharoma unbedingt ein paar Räucherchips auf die Kohlen zu geben. Hickory* beispielsweise harmoniert sehr gut mit dem zarten Hähnchenfleisch.

Chicken auf Smoker
Die Hähnchenteile werden mittels eines Kernthermometers überwacht.

Schön viel Jemöös

Jetzt darfst du das große Messer wetzen und die Klinge tanzen lassen. Die asiatische Küche lebt von großen Schneiden, die sich durch frisches Gemüse furchen und alles ganz und gar wunderbar klein schnippeln.

Für einen asiatischen Look schneidest du die Paprika und die Möhren in feine Stäbchenform.

Frisches GemüseIn der Pfanne brätst du nun sowohl die roten Zwiebeln als auch die Frühlingszwiebeln an, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Gib dann die klein geschnittene Paprika und die Möhren hinzu.

Nun folgt noch der kleingehackte Knoblauch, die Chilischote sowie der Ingwer. Das Ganze löschst du dann mit einem guten Schuss Soja-Sauce ab und vermengst es miteinander.

Gib nun noch etwas von der oben zubereiteten Gewürzmischung Geschnittenes Gemüsehinzu, vermenge alles miteinander und lass das Ganze bei zugedeckter Pfanne etwas köcheln.

Das Gemüse kannst du in der Pfanne später ohne Weiteres auch wieder warm machen, damit du alles zugleich servieren kannst.

Erst häuten, dann pullen

Wenn das Kernthermometer 80° anzeigt, nimmst du erstmals den Deckel vom Smoker ab. Mit Hilfe einer Grillzange und ggf. einer Gabel solltest du jetzt problemlos die Haut des Hähnchens vom Schenkel abziehen können.

Die abgezogene Hähnchenhaut wird in kleine Stücke geschnitten und in einer heißen Pfanne kurz angebraten. Öl ist hierzu keines nötig, Du hast es ja initial bereits mit Öl bepinselt, bevor du den Rub aufgetragen hast und die Hähnchenhaut an sich sollte auch fettig genug sein. Im Anschluss daran wird die Haut zunächst beiseite gestellt.

Ist die Innentemperatur des Hühnchens dann bei mindestens 85° angekommen, kannst du die Hähnchenteile vom Smoker nehmen. Gib sie jetzt in eine Aluschale oder Auflaufform und zupfe das Hähnchenfleisch in feine Streifen, ganz wie du es vom Pulled Pork kennst. Knochen und Knorpel entsorgst du hierbei natürlich.

Wenn das Fleisch fertig zerlegt ist, gibst du noch die Hähnchenhaut darunter und vermengst alles.

Tipp: Da das Zupfen der Schenkel schon ein wenig Zeit in Anspruch nimmt, empfehle ich dir, das Ganze danach noch mal für kurze Zeit (5-10 Minuten) auf den Smoker zurückzugeben oder in den hundert Grad heißen Backofen zu stellen, ansonsten ist das Fleisch sehr schnell runtergekühlt. Zeitgleich kannst du das Gemüse auch wieder erhitzen.

Dann aber letzten Endes kannst du dein Pulled Chicken zusammen mit dem asiatischen Gemüse genießen.

Das Ganze war irgendwie ein Spontangericht, hat mich letzten Endes im Geschmack und der Kombination dann aber doch überzeugt. Wenn es dir auch geschmeckt hat, freue ich mich, wenn du hier einen Kommentar hinterlässt oder den Artikel auf Facebook teilst.

Fertiges Pulled Asia Chicken
Das fertig gezupfte Hähnchenfleisch ist durch die langsame und schonende Zubereitung schön saftig geblieben.
Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Pin on Pinterest0Share on Tumblr0Share on Reddit0Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.