Armadillo Eggs – Eier on Fire

Armadillo Eggs – Eier on Fire

Eier?

Von einem Säugetier?

Was mag es damit nur auf sich haben?

Nun ja. Diese kleinen, aber feinen Happen standen schon etwas länger auf meiner Liste. Gerade weil die Sachen mit Feuer bei mir – aus Rücksicht auf die Familie – eher etwas kurz kommen.

Dabei ist der Name dieser kleinen texanischen Spezialität – Armadillo Eggs (zu deutsch Gürteltier Eier) – so verquer, wie er nur irgendwie sein kann.

Weil wie eingangs bereits erwähnt, legen Gürteltiere als Vertreter der Gattung der Säuger in der Regel keine Eier.

Scheinbar rührt der Name eher vom zusammengerollten Gürteltier, das Ganze sieht dann aus wie ein schuppiges Ei.

Armadillo Eggs im Anschnitt

Nun gut, aus meiner Sicht braucht es schon relativ viel Vorstellungskraft um diese knuffigen kleinen Tierchen aus der texanischen Prärie irgendwie mit diesen Häppchen in Verbindung zu bringen.

Die Armadillo Eggs sind auch nicht wirklich was neues, ich habe die Teile unter anderem auf rubtown.com, oder natürlich auch auf bbqpit.de gesehen. Für alle, die es gerne etwas intensiver auf der Zunge mögen, sei die Atomic-Variante mit Habaneros empfohlen.

Nichts desto trotz darf diese Spezialität auch hier bei mir im Blog nicht fehlen, daher hier mein Beitrag, um die BBQ-Blogosphäre wieder gerade zu rücken und komplett zu machen.

Was sind denn nun Armadillo-Eggs genau?

Das folgende Bild soll das Ganze einmal auf erfrischende Art und Weise darstellen:

Gesundes Barbecue kann so einfach sein
Nur das beste aus frischer Milch, gesundem Gemüse und ein klein wenig Fleisch steckt in unseren Eiern.

Für sechs Armadillos benötigst du also folgende Ingredenzien:

  • 6 kleine Paprika oder besser Jalapenos
  • Käse für die Füllung (Cheddar oder auch Feta)
  • 600 g Rinderhack
  • BBQ-Rub (z.B. Butt Glitter)
  • Bacon
  • BBQ-Sauce eurer Wahl (oder Eigenbau)

So baust du deine Armadillo Eggs

Wie das Bild oben schon zeigt, ist das Ganze kinderleicht und das Bauen eurer eigenen Armadillo-Eggs wird quasi zum Selbstläufer.

Nimm dir zunächst das „Gemüse“ vor. Prinzipiell eignet sich hier alles, was nicht zu groß ist. Ich hatte für meine Eier zum einen Mini-Paprikas (für meinen in der Hinsicht Schärfe eher zurückhaltenden Bruder und den Rest der Familie) und ein paar Jalapenos für den gewissen Kick (das ist mein Ding).

Prinzipiell kannst du wie oben erwähnt auch Habaneros nehmen.

Über das Thema Chili-Sorten könnte man jetzt so oder so einen eigenen Blog-Beitrag schreiben (vielleicht mach ich das mal) oder du besuchst direkt die Fachleute (chili-barbecue.de)

Der Feta wird in die Jalapenos gestopft.

Köpft die Jalapenos (oder sonstwas) und höhlt die Geräte ordentlich aus. In die Jalapenos füllst du jetzt einen Käse eurer Wahl. Ich habe mich hierbei für Feta entschieden.

Ich finde das intensive, salzige Aroma von Feta kommt einfach mega gut zu der Schärfe der Jalapeno.  

Nimm nun also den Käse und stopft ihn in die ausgehöhlten Jalapenos.

Das Hackfleisch wird mit dem Rub ordentlich gewürzt. Und mit ordentlich meine ich ordentlich. Ich bin mit Gewürz nie sparsam, gerade bei Hackfleisch schmeckt es ohne Gewürz am Ende schnell fad. Teilt das Hackfleisch nun in sechs (oder eurer Anzahl an Eiern entsprechend) Portionen auf.

Die Paprika wird mit Käse gefüllt.

Jede Portion breitestt du dann flach auf einem Brettchen aus, legt die gefüllt Jalapeno darauf und legt das Hackfleisch dann um Jalapeno herum. Noch ein wenig mit den Händen formen und die Eierform kommt von ganz alleine.

Im letzten Step wickelst du dann – je nach Gusto – ein bis drei Scheiben Bacon um jedes Ei. Fertig.

Ab in die Kugel

Der Grill wird für mittlere indirekte Hitze vorbereitet. In den indirekten Bereich platzierst du dann deine Eier.

Hilfe zum Einheizen bekommst du in meinem kleinen Kugelgrill-Guide.

Es ist kein Muss, aber ich empfehle dir den Fühler eines Grillthermometers in eines der Eier zu stechen. Bei ca 55° ist das Rinderhack dann soweit.

Ein paar Minuten vor Erreichen der Zieltemperatur (ich habs bei 45° gemacht), nimmst du die Eier kurz vom Grill und pinselt diese mit der Barbecue-Sauce ein. Danach geht’s wieder in den Grill bis zum Erreichen der Endtemperatur.

 

Fertige Armadillo Eggs

Wenn du alles richtig gemacht hast, wirst du mit wunderbaren kleinen Häppchen belohnt. Noch saftiges, würziges Hackfleisch. Im Inneren die Jalapeno noch mit ordentlich Biss und dezenter Schärfe und dem salzigen, warmen Fetakäse!

Da verzeihe ich  sogar den verqueren Namen.

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